Bestes Wetter mit viel Sonne, angenehmen Temperaturen und nicht zu viel Wind war vorhergesagt und wir trafen uns um 9 Uhr zum Boote aufladen um dann Richtung Lübeck zu starten. Irgendwie hatten wir gehofft, die langen Wochenendurlauber wären bestimmt schon alle unterwegs, aber leider hatten noch genug andere die Idee am Feiertags-Freitag Richtung Ostsee zu fahren, so dass wir erst nach einem kleinen Stau mit etwas Verzögerung an unserem Einsetzpunkt in Lübeck ankamen. Eine kleine, feine Bucht mitten im Industriegebiet sollte es sein, wo wir genug Platz zum Parken für die Autos hatten. Der Zugang zum Wasser war zwar etwas beschwerlicher als unsere Fahrtenleiterin erinnerte, aber wo ein Wille, da findet sich ja bekanntlich auch ein Weg.

Kurz vor Mittag saßen wir abfahrtsbereit in unseren Kajaks und nach kurzer Ausfahrt aus dem Industriegebiet paddelten wir ein herrliches Stück Trave - im klaren Wasser mit viel unberührter Natur. Besonders beeindruckend fand ich die Steilufer mit ihren Sandbuchten. Im Bereich der Pötenitzer Wiek führte unsere Route ziemlich genau auf den Spuren der alten innerdeutschen Grenze entlang, wo noch alte Betonpfeiler im Wasser sind, die mittlerweile von Vögeln in Beschlag genommen sind. In Travemünde angekommen, waren wir ganz froh zu sehen, dass die Anleger für die großen Fähren am Skandinavienkai sehr ruhig aussahen und dort keine große Fähre lag, so dass wir entspannt weiterpaddeln konnten Richtung Passathafen. Dort wurde es dann zunehmend trubeliger mit vielen Segel- und Motorbooten sowie den kleinen Fähren, die von Travemünde zum Priwall übersetzen.



Im Passathafen konnten wir dann nicht gleich zur entspannten Pause übergehen, denn leider war einem unserer Mitpaddler das Handy mitsamt wasserdichter Hülle vom Band gerissen und lag nun auf ca. 3 m Tiefe im Hafenbecken. Und auch wenn das Wetter sich schon sommerlich anfühlte, hatte das Wasser nur ungefähr 10°C. Verschiedene kreative Ideen beförderten das Handy leider nicht nach oben, so dass am Ende nur ein Tauchgang blieb, der glücklicherweise beim ersten Versuch gelang. Nach erfolgreicher Handyrettung gab es Kaffee und Fischbrötchen und eine schöne Pause am Steg des DKV. Ausreichend gestärkt machten wir uns am Spätnachmittag auf den Rückweg. Es war herrlich- die Sonne im Rücken und nur ein leises Plätschern der Paddel. Nach dem Beladen der Boote war noch Zeit für einen gemeinsamen Kaffee und dann ging es zurück Richtung Hamburg. Mit Sonnenuntergang waren alle Boote wieder im KSH verstaut. Wir hatten einen wunderbaren Tag!
Text: Constanze L. Fotos: Alex, Constanze, Antje
