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Lauenburg bis KSH- Wir wollten schleusen
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Mitten im Sommer starteten wir zu einer kurzen Gepäckfahrt am Wochenende. Geplant war von Lauenburg bis zum KSH zu paddeln mit einer Zwischenübernachtung und Schleusen in Geesthacht. Die Tide sollte passen und Samstag morgen war der Anhänger flott beladen und wir fuhren nach Hohnstorf bei Lauenburg um dort einzusetzen. Zum Start ging es gleich unter der Lauenburger Elbbrücke hindurch um dann das Panorama auf die Lauenburger Altstadt vom Wasser aus zu genießen. Der Wind kam aus Westen und damit genau von vorne und sorgte für ordentliche Wellen auf der Elbe Richtung Geesthacht. Der Schornstein vom AKW Krümmel war schon recht bald zu sehen und zeigte uns das ungefähre Ziel. Nach einer kurzen Pause an einem Strandstück bei Tespe hatten wir unser Tagesziel Geesthacht am Nachmittag erreicht. Wir kamen beim Kanu- und Kayakclub Geesthacht unter, der direkt am Elbufer liegt. Dort wurden die Zelte aufgeschlagen oder das Bettenlager eingerichtet. Nach einem Nachmittagscafe auf der Terrasse mit Blick auf die Elbe planten wir die Weiterfahrt am nächsten Morgen. Der Schleusenwärter wollte uns leider nicht gleich eine Schleusenzeit für den Sonntagmorgen reservieren, aber wir bekamen den Tipp um 7 Uhr nochmal anzurufen um dann besser planen zu können. Mit Hochwasser wollten wir gerne aus der Schleuse fahren, um mit der Tide Richtung Harburg weiterzufahren. Abends wurde Pizza bestellt und der Abend klang gemütlich aus. Am nächsten Morgen machte uns das Wetter dann leider einen Strich durch unsere Pläne. Es fing an zu regnen, bevor alle Zelte abgebaut waren. Das Frühstück wurde daher kurzerhand in den Clubraum verlegt. Und wir stellten fest, dass die angesagten Gewitter leider auch noch nicht abgezogen waren. Nach Überlegungen, wo man auf der Strecke nach Harburg wohl so ein Gewitter absitzen könnte und der Vorstellung bei Regen auch noch das Boot dafür verlassen zu müssen, entschlossen wir uns für die sichere Variante: Zurück nach Lauenburg zum Anhänger, dafür gegen die Strömung. Die kurze Wehmut über die ausgefallene Schleusenfahrt war schnell vergessen. Herrlich ließ es sich mit dem Rückenwind paddeln und sogar die Sonne kam noch raus. Gegen die Strömung anzufahren war kein Problem und selbst den Anhänger bekamen wir trocken be- und entladen. Vom Gewitter haben wir an diesem Tag nichts mehr gesehen. Am Ende war klar, dass diese Tour noch eine Fortsetzung haben wird: Denn schleusen möchten wir schon nochmal in Geesthacht :)
Text & Bild C. L.
Paddel Wochenende in Barum (Jugendfahrt)
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In Barum sind wir zum Reihersee gefahren. Da habe ich Pommes auf einem Flohmarkt gegessen und die anderen haben auch was gegessen. Auf dem Rückweg sind ein paar Leute sind gekentert, weil eine dolle Windboe gekommen ist. Alles ist gut gegangen, wir waren nur sehr nass. Abends haben wir gegrillt mit Marshmallows und Stockbrot. Sonntag sind wir zur Neetze und zum Barumer Schöpfwerkskanal gefahren. Abends haben wir wieder gegrillt mit Marshmallows und Stockbrot. Wir haben das ganze Wochenende in Zelten übernachtet. Das beste war, dass wir jeden Abend gegrillt haben und einen Abend Wikingerschach zusammen gespielt haben.


Text: J. Fotos: A.
50. Vogalonga in Venedig
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Der Start zur 50. Vogalonga fiel zünftig mit einem Kanonenschuss um 9 Uhr am Markusbecken direkt vor dem Markusplatz. Für die Anreise von unserem Quartier in Punta Sabbioni planten wir nochmal eine gute Stunde Anfahrt ein und zudem ein bisschen Reserve für das Einsetzen der Boote, da gefühlt der halbe Campingplatz ebenfalls für die Vogalonga angereist war. Und so war verabredet, sich um 6.15 Uhr mit fertig gepackten Booten zu treffen und zu starten. Ich konnte schon um 4 Uhr morgens vor lauter Aufregung nicht mehr schlafen und stellte fest, dass ich nicht die einzige war. Es war schon ein recht geschäftiges Treiben zu dieser frühen Uhrzeit.
Nach Ankunft im Markusbecken war noch Zeit um kurz Luft zu holen, die Sonnencreme nochmal aufzufrischen und die vielen verschiedenen Boote zu bewundern. Es war eine aufregende Atmosphäre und mit Kanonenschuss fuhren alle jubelnd los. Wie schon von erfahrenen Vogalongistas angekündigt, zog einen die Menge sofort mit und es paddelte sich wie von selbst. Die ersten Kurven mit leichten Verengungen waren kein Problem, war uns doch eingeschärft worden „Nie die Innenkurve nehmen!“ – dort hakt es sonst nämlich gerne bei den großen Booten, die es nicht um die Kurven schaffen.
Wie im Flug verging die Zeit vorbei an der Gemüseinsel St. Erasmo bis zum Wendepunkt der Strecke in Burano. Dort gab es dann den ersten richtigen Stau. Ein Ruderboot hatte sich verkeilt und sofort hingen wir zwischen anderen Booten fest. Da sich auf der offiziellen Strecke erstmal nichts mehr bewegte, fuhren wir in einen kleinen Kanal, der uns ein Stück durch Burano führte und mit einem Umweg zurück zur Hauptstrecke brachte.


Dann folgte ein langes Stück über die Lagune bis Venedig. Entgegen meiner Erwartungen (langes Stück, nicht viel zu sehen, schon erledigt vom Anfang der Strecke) lief es auch hier prima. Das Wasser war warm, es gab kaum Wellen, dafür eine leichte Brise und nochmal Zeit, die Boote um einen herum zu betrachten. Es gab schön geschmückte Boote, Besatzungen, die ihre Bekleidung perfekt aufeinander abgestimmt hatten und viele Bootstypen wie z.B. ein niederländisches Rettungsruderboot, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Viele hatten sogar eigene Rufe oder Lieder, um sich zu motivieren. Eine entspannte und tolle Atmosphäre.
Mit der Entspannung war es dann an der Einfahrt zum Canal Grande allerdings schnell vorbei. Viele hundert Boote versuchten gleichzeitig in den Kanal einzufahren, dabei legten sich die langen Boote immer wieder quer und es ging weder vor noch zurück - noch deutlich schlimmer als in Burano. Ich brauchte beide Hände um mir Platz zu verschaffen. Es gab zwar einige Drängler, aber auch sehr viele nette Mitpaddler, die versuchten sich gegenseitig zu helfen und darauf zu achten, dass keiner in dem Gewühl kenterte oder anders zu schaden kam. Nichtsdestotrotz wurde ich von meiner Mitpaddlerin getrennt und wurde in der prallen Sonne eingeklemmt in dem Chaos eine Dreiviertelstunde gedörrt. Irgendwann ging es dann doch weite - Taucher halfen den quer liegenden Booten wieder auf Kurs und plötzlich hatte ich den Canal Grande fast für mich alleine. Alle Stausorgen waren schnell vergessen. Hinter einer Kurve tauchte dann auch noch meine verlorengegange Mitpaddlerin auf, die die ganze Zeit auf mich gewartet hatte (Vielen Dank dafür!!!) und wir konnten die letzten Meter der Vogalonga unter der Rialtobrücke durch im Canal Grande voll genießen.
Was bleibt: Stolz die Strecke geschafft zu haben; viele unbeschreiblich schöne Erinnerungen und Gänsehautmomente und viel Freude und Dankbarkeit, dabei gewesen zu sein und dann noch ein Kratzer im Paddel von dem venezianischen Ruderboot kurz hinter der Rialtobrücke, das dachte Kajak-Fahrer haben einen Knopf um sich schlagartig in Luft aufzulösen und die Erkenntnis, dass mich wohl kein Stau in Hamburg mehr so schnell aus der Ruhe bringen wird ;)

Text: Constanze L. Fotos: C.L., H.K.
32. Weser-Tidenrallye am 16. Mai
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32. Weser-Tidenrallye am 16. Mai
Windböen bis Stärke 7, ja oder nein? Wellen, ja, aber wie hoch? Gegenwind, Seitenwind?
Nachdem wir am Freitagabend beim TURA Bremen angekommen waren, diskutierten wir genüsslich all diese Fragen. Manche von uns waren die Weser-Tidenrallye schon oft gepaddelt, andere noch nie.
Gemeinsam schauten wir gespannt dem nächsten Morgen entgegen.
Die Zeltwiese und das Vereinshaus von TURA waren ein tolles Quartier für die Nacht, voll ausgestattet mit warmen Duschen, Kühlschränken, Wasserkochern und viel ebener Rasenfläche. Weil die meisten Rallyeteilnehmer am Startpunkt zelteten oder morgens erst anreisten, war es am Zielpunkt auch noch sehr ruhig.
Am Morgen fuhren wir zum Großensieler Yachthafen, die Abfahrt anderthalb Stunden vor dem Start erwies sich als passend, um genug Zeit fürs Anmelden und Boote-Klarmachen zu haben.
Mit dem Startschuss ging es hinaus auf die Weser, in den Gegenwind und die Wellen, die sich zwar als etwas nass und ermüdend, aber ansonsten als wenig spektakulär erwiesen.
Das Wetter wurde immer besser, Wind und Wellen ebbten ab, und zwischen Regenschauern hatten wir auch ein bisschen Sonne.
Die Tide drückte uns mit etwa 5km/h stetig die Weser hinauf. Wir merkten es an dem Tempo, mit dem die grünen Tonnen auf uns zusausten, die wir zum Glück jedes Mal rechtzeitig und vor allem rechtsseitig umpaddeln konnten.
Fünf querende Fähren, Industriebauten, große Pötte und gefühlt kilometerlange, einsame Sandstrände machten diese Tour zu einem abwechslungsreichen Abenteuer.
Zur Ankunft gab es wieder eine warme Dusche, Kuchen und Bratwurst und mit müden Armen und sehr zufrieden beendeten wir am frühen Nachmittag die Rallye im Goldziel, nach 45 Kilometern.
H.K.



Untere Trave bis Passathafen
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Bestes Wetter mit viel Sonne, angenehmen Temperaturen und nicht zu viel Wind war vorhergesagt und wir trafen uns um 9 Uhr zum Boote aufladen um dann Richtung Lübeck zu starten. Irgendwie hatten wir gehofft, die langen Wochenendurlauber wären bestimmt schon alle unterwegs, aber leider hatten noch genug andere die Idee am Feiertags-Freitag Richtung Ostsee zu fahren, so dass wir erst nach einem kleinen Stau mit etwas Verzögerung an unserem Einsetzpunkt in Lübeck ankamen. Eine kleine, feine Bucht mitten im Industriegebiet sollte es sein, wo wir genug Platz zum Parken für die Autos hatten. Der Zugang zum Wasser war zwar etwas beschwerlicher als unsere Fahrtenleiterin erinnerte, aber wo ein Wille, da findet sich ja bekanntlich auch ein Weg.

Kurz vor Mittag saßen wir abfahrtsbereit in unseren Kajaks und nach kurzer Ausfahrt aus dem Industriegebiet paddelten wir ein herrliches Stück Trave - im klaren Wasser mit viel unberührter Natur. Besonders beeindruckend fand ich die Steilufer mit ihren Sandbuchten. Im Bereich der Pötenitzer Wiek führte unsere Route ziemlich genau auf den Spuren der alten innerdeutschen Grenze entlang, wo noch alte Betonpfeiler im Wasser sind, die mittlerweile von Vögeln in Beschlag genommen sind. In Travemünde angekommen, waren wir ganz froh zu sehen, dass die Anleger für die großen Fähren am Skandinavienkai sehr ruhig aussahen und dort keine große Fähre lag, so dass wir entspannt weiterpaddeln konnten Richtung Passathafen. Dort wurde es dann zunehmend trubeliger mit vielen Segel- und Motorbooten sowie den kleinen Fähren, die von Travemünde zum Priwall übersetzen.



Im Passathafen konnten wir dann nicht gleich zur entspannten Pause übergehen, denn leider war einem unserer Mitpaddler das Handy mitsamt wasserdichter Hülle vom Band gerissen und lag nun auf ca. 3 m Tiefe im Hafenbecken. Und auch wenn das Wetter sich schon sommerlich anfühlte, hatte das Wasser nur ungefähr 10°C. Verschiedene kreative Ideen beförderten das Handy leider nicht nach oben, so dass am Ende nur ein Tauchgang blieb, der glücklicherweise beim ersten Versuch gelang. Nach erfolgreicher Handyrettung gab es Kaffee und Fischbrötchen und eine schöne Pause am Steg des DKV. Ausreichend gestärkt machten wir uns am Spätnachmittag auf den Rückweg. Es war herrlich- die Sonne im Rücken und nur ein leises Plätschern der Paddel. Nach dem Beladen der Boote war noch Zeit für einen gemeinsamen Kaffee und dann ging es zurück Richtung Hamburg. Mit Sonnenuntergang waren alle Boote wieder im KSH verstaut. Wir hatten einen wunderbaren Tag!
Text: Constanze L. Fotos: Alex, Constanze, Antje
